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Service  Rezepte   Käse   Mozarella


- 1 Liter pasteurisierte Kuhmilch (davon 25% Ziegenmilch-Anteil)
- 1 EL Zitronensaft
- 1/2 Lab-Tablette
- 30g Salz

1. Variante:
Die Milch im Topf auf 32°C erwärmen. Den Zitronensaft zur Geschmacksverbesserung zugeben. Die Lab-Tablette in wenig Wasser auflösen und einrühren. Ab jetzt bis zum Verzehr sollte stets mit Frischhaltefolie abgedeckt werden! Milch 1 bis 1 1/2 Stunden an einem warmen Ort stehen lassen. Die eingedickte Milch in 2 bis 3 cm dicke Würfel schneiden und 5 Minuten stehen lassen. Die in Würfel geschnittene Milchmasse in die Käsepresse geben und die auslaufende Molke auffangen. Käsemasse (auch Käsebruch genannt) im Kühlschrank über Nacht vollständig abtropfen lassen. Salz in 3/4 l Wasser im Kochtopf aufkochen und abkühlen lassen. Den Käsebruch in der Käsepresse beschweren. Käse mindestens 3 Stunden lang im Kühlschrank pressen. Käse nach dem Pressen in das Salzbad legen und ungefähr 4 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Anschließend mit Wasser abspülen. Dieser Käse ist im Kühlschrank nur 3 bis 4 Tage lang haltbar.
Tipp: Dieses Rezept kann an vielen Stellen variiert werden. So kann die Zeit beim Einlaben, beim Abtropfen und beim Pressen beliebig lang ausgedehnt werden. Um einen Käse mit etwas säuerlichem Geschmack zu erhalten, kann man Vorzugsmilch statt pasteurisierter Milch verwenden. Man lässt die Vorzugsmilch einige Stunden vor dem Einlaben ansäuern, oder man labt sie sofort ein und lässt sie über Nacht stehen. In dieser Zeit arbeiten sowohl die Milchsäurebakterien als auch das zugesetzte Labferment. Auch kann der Käse für 1 Tag in einem Sud aus 250 ml Olivenöl, 200 ml Weißwein, gewürzt mit Lorbeerblatt, Pfefferkörnern, Zwiebelringen, Knoblauch und Kräutern der Provence, eingelegt werden.

2. Variante:
Als Säuerungsmittel verwendet man die Molke vom Vortag, die bei Raumtemperatur gelagert wurde (Säuregehalt ca. 50° SH/100ml) und sollte 2,5% der Milchmenge nicht überschreiten. Danach Milch auf etwa 34°C - 38°C erhitzen und 2 ml Lab/10 Liter Milch hinzufügen. Nach etwa 1/2 Stunde den Bruch in 3 cm - 6 cm große Stücke schneiden und weiter einsäuern lassen. Dann etwa 60% der Molke wegleeren, wovon etwa 5% davon erhitzt und 10 Minuten später in den Topf zurückgeleert werden, sodass der Bruch (und die restl. Molke) eine Temperatur von etwa 46°C beibehalten. Säuerungszeit ca. 3 - 4 Stunden, kann aber auch bis zu 8 Stunden dauern, je nach Milch, Temperatur etc. (der wichtigste Schritt um guten Mozarella herzustellen) Um die Reifung zu vervollständigen, wird die Käsemasse max. 20 cm dick geschnitten und gepresst um die restl. Molke zu entfernen (ca. für 15 - 30 Minuten). Nun in dünne Scheiben schneiden, in ein Gefäß geben und mit kochendem Wasser übergießen. Gut bearbeiten (ziehen, kneten, etc.) bis ein glänzender homogener Teig entsteht. Schliesslich portionieren und in ca. 15%iger Salzlake einlegen. Für eine etwa 400g - 500 g Stück Mozarella etwa 10 Stunden.

3. Variante von Ines:
5 Liter Ziegenmilch werden auf Zimmertemperatur erwärmt (ich erwärme auf 20 Grad und benutze unpasteurisierte Milch). Dann kommt Joghurt dazu, laut Rezept 3 Esslöffel, ich nehme ein ganzes Glas (150 ml). Das Ganze wird bei Zimmertemperatur 4 Stunden stehen gelassen. Anschliessend auf 30 Grad erwärmen, 125 ml Lab (mit ½ Tasse kaltem Wasser vermischt) dazugeben und verrühren. Nach ca. 1 Std. soll man den Bruch mit der Hand zerteilen, in ca. 2 cm grosse Stücke und 2 - 3 EL Salz zufügen (vergesse ich grundsätzlich, macht auch nichts). Das Ganze dann vorsichtig rühren und so weit erhitzen, dass man es mit der Hand gerade noch aushält.
Wenn man so langsam merkt, dass die Bruchstücke etwas fester werden, kann man anfangen, alles zusammen zu einem Kloß zu formen und diesen dabei vorsichtig kneten. Wenn alle Stücke zu dem Kloß zusammengeformt sind, knete ich noch eine Weile weiter, je nach Laune. Der Kloß kommt dann in die Presse, während die verbleibende Molke bis kurz vorm Kochen erhitzt wird.
Dann kann man den sich gebildeten Ricotta oben von der Molke abschöpfen, den Herd ausschalten, den Käse in die Molke geben und bis zum Erkalten drin lassen. Anschliessend wird er in einem Mulltuch zum Abtropfen über Nacht aufgehängt. Der Käse sollte schnittfest sein. Er hält sich ca. 4 Tage im Kühlschrank.
Einzige Probleme, die bisher aufgetreten sind: Milch war beim Ansäuern zu warm geworden bzw. die 4 Std. wurden deutlich überschritten. In beiden Fällen hat die Milch schon Fäden gezogen beim Rühren. Man kann den Ansatz dann immer noch verwenden, allerdings nicht mehr kneten und zum Kloß formen, sondern einfach in ein Tuch abgießen und zum Abtropfen aufhängen. Diesen "misslungenen" Käse kann man immer noch zum Kochen verwenden.
 

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