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Geschichte
und Verbreitung:
Das
Herkunftsgebiet der Angoraziege ist die Provinz Ankara (Angora in der Türkei).
Lange Zeit hatte die Türkei das Monopol zur Produktion von Mohair. Erste
Versuche, die Angoraziegen zu züchten, schlugen in Europa fehl. Die ersten
erfolgreichen Zuchtversuche wurden Mitte des 19. Jh. in Afrika erzielt. Seitdem
wurden Angoraziegen in einigen wenigen Ländern der Welt eingebürgert und
gezüchtet. Die Länder mit der grössten Population sind Afrika, Kanada,
Neuseeland und Dänemark. Aber auch in Deutschland, Frankreich und den
angrenzenden Ländern werden Angoraziegen mittlerweile gezüchtet.
Aussehen: Diese Rasse ist eine kleine bis mittelrahmige Ziege. Sie ist
einfarbig weiss und hat hängende Ohren. Sie besitzen langes, spiralförmig bzw.
gelockt herabhängendes Haar. Die Ziegen tragen sichelförmige Hörner, die der
Böcke sind ähnlich einem Korkenzieher gedreht und nach aussen gebogen. Die
Hörner sind wie die Klauen in der Regel weiss.
Eigenschaften:
Angoraziegen werden hauptsächlich zur Produktion von Mohair-Wolle gehalten. Sie
produzieren jährlich 6 bis 8 kg Wolle. Die Ziegen werden jährlich zwei Mal
geschoren - im Frühjahr und im Herbst. Je älter die Tiere werden, desto grösser
wird der Wolldurchmesser, den sie produzieren. So ist bei einer Ziege im Alter
von bis zu einem Jahr der Wolldurchmesser zwischen 21 und 30 Mikron, bei einer
Ziege im Alter bis zu drei Jahren ist er bei 31 bis 35 Mikron und bei einer
älteren Ziege beträgt der Wolldurchmesser über 35 Mikron.
Die Fruchtbarkeit ist bei der Angoraziege nicht so hoch wie bei anderen
Ziegenrassen. Sie ist spätreif und sollte möglichst nicht vor dem 2. Lebensjahr
das erste Mal lammen. Die Lämmer sind oft sehr klein und bei Mehrlingsgeburten
oft auch etwas schwächlich.
Maße und Gewichte: Die Ziegen haben eine Widerristhöhe von 46 - 60
cm, die Böcke von 50 - 70 cm.
Das Gewicht beträgt bei den
Ziegen 30 - 40 kg, bei den Böcken 45 - 55 kg. |