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Geschichte
und Verbreitung:
Die in Deutschland vorhandenen Ziegen dieser Rasse stammen von 22 Ziegen des
Erfurter Zoos ab, der 1968 Restbestände der alten Ziegenrasse aus Bulgarien
importierte. Schon damals erwies es sich als schwierig, noch originale
bulgarische Ziegen zu erwerben.
In den Bergen des Balkans, in der Umgebung von Teteven und dem Ort Blagoewgrad
konnten die Einzeltiere zusammen getrieben werden. Genutzt wurden Fleisch und
Wolle. Zur Leistungsverbesserung wurden aus dem Ausland Hochleistungstiere
eingekreuzt, so dass die bodenständige Rasse verdrängt wurde. Es entstand die
Bulgarische Landziege, die zwar noch langhaarig, aber auch ohne die schöne
Horndrehung anzutreffen ist.
Die Bulgarische Langhaarziege ist wegen des mangelnden
Gennachschubs aus dem Herkunftsland als extrem vom Aussterben bedroht anzusehen.
Aussehen:
Die Tiere sind mittelrahmig. Die Haarlänge schwankt 20 cm und 50 cm. Es kommen
einfarbige wie auch gescheckte Tiere vor.
Die Hörner sind bei beiden Geschlechtern seitlich verdreht. Die Hornspitzen
liegen bis zu 90 cm auseinander. Die Horndrehung wird dominant vererbt. Es
kommen einfarbige wie auch gescheckte Tiere vor.
Eigenschaften:
Die Milchleistung der Bulgarischen Langhaarziege ist eher
gering. Es ist eine spätreife Rasse, die im Regelfall zwei Lämmer wirft.
Die Tiere sind sehr gut für die Offenstallhaltung geeignet, da sie sehr robust
sind. Sie haben lange Grannenhaare, die das Regenwasser seitlich ablaufen lassen
und so verhindern, dass das Fell durchweicht.
Maße und Gewichte:
Die Ziegen haben eine Widerristhöhe von 65 - 75 cm, die Böcke von 70 - 80 cm.
Das Gewicht beträgt bei den Ziegen 45 - 50 kg, bei den Böcken 60 - 70 kg.
Links zu dieser Rasse:
http://www.bulgarische-langhaarziege.de
Quellen: Wir bedanken uns herzlich für die Hilfe beim Erstellen dieser
Rassebeschreibung.
Zoopark Erfurt
Kyrilla Halboth
Andreas Schumann (Mitglied des
Landesverband
Niedersächsischer Ziegenzüchter e.V.)
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