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Geschichte
und Verbreitung:
Die Girgentana-Ziege hat ihren Namen von der Provinz Agrigento in Sizilien.
Es handelt sich um eine alte Landziegenrasse, deren Ursprung im Gegensatz zu den
meisten Ziegenrassen nicht auf die asiatische Wildziege (Bezoar) zurückgeht,
welche als Vorfahre fast aller domestizierten Ziegen gilt. Bei der
Girgentana-Ziege wird vermutet, dass sie aufgrund ihres auffälligen
Korkenziehergehörns von den in Afghanistan lebenden Markhor-Ziegen abstammt. Da
die Landwirte im herkömmlichen Sinn im Laufe der Zeit immer mehr den
Grossgrundbesitzern gewichen sind, konnte die Girgentana-Ziege wie viele andere
alte Rassen nicht mehr mit den modernen Leistungserwartungen mithalten und
wurdeimmer mehr von Hochleistungsrassen verdrängt. So war diese Rasse im
auslaufenden 20. Jh. mit einem Bestand von nur ca. 50 Herdbuch-Ziegen vom
Aussterben bedroht. Durch die Arbeit verschiedener Organisationen (z. B. der
SAVE-Stiftung) hat sich der Bestand mittlerweile wieder auf ca. 130 Tiere in
Deutschland und sogar auf 750 Tiere in Italien.
Aussehen: Das markanteste Merkmal der Girgentana-Ziege sind mit
Sicherheit ihre korkenzieherartigen Hörner, die 40 cm (Ziege) bis 60 cm (Bock)
erreichen können. Ihr Fell ist lang und ist entweder weiss oder weiss-braun. Es
kommen auch immer wieder schwarz-weisse Tiere vor, dies allerdings ist eine
Fehlfarbe durch Vermischung mit anderen Rassen.
Eigenschaften:
Die Girgentana-Ziege ist anspruchslos und widerstandsfähig. Sie wird vornehmlich
zur Milch- aber auch zur Fleischerzeugung gehalten. Allerdings ist die Leistung
wie bei den meisten alten Rassen im Vergleich zu Hochleistungsrassen eher
durchschnittlich.
Maße und Gewichte: Die Ziegen haben eine Widerristhöhe von 60 - 70
cm, die Böcke von 80 - 90 cm.
Das Gewicht beträgt bei den
Ziegen 40 - 50 kg, bei den Böcken 70 - 80 kg. |