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Geschichte und Verbreitung:
Ziegen haben
Ägypten um 5000 v. Chr. erreicht und der kleine, kurzohrige, säbelgehörnte
allgemeine Typ war gelegentlich auf Grabmalereien des 4. Jahrtausends bebildert.
Die echte Art der Zwergziegen ist auf 15 Länder in West- und Zentralafrika
begrenzt, von denen alle - ausser der Zentralafrikanischen Republik - an die
Altantikküste angrenzen (Guinea Bissau, Guinea, Liberia, Sierra Leone,
Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Kongo, Equatorial Guinea,
Gabon, Zaire, Zentralafrikanische Republik). Auch im Senegal sind sie zu finden.
Viele dieser Zwergziegen
kamen auch in die USA und nach Europa, wo sie als Haustiere und in Zoos gehalten
werden. In den USA sind sie als afrikanischer Zwerg oder Pygmy bekannt.
Die gesamte
Population in Westafrika liegt bei ca. 16 Millionen. Wesentlich begrenzt auf die
feuchten Waldzonen mit mehr als 240 Wachstumstagen und mehr als 1500 mm
Niederschlag pro Jahr. Viele dieser Zonen sind infiziert von Tsetsefliegen und "trypansome"
Infektionen sind weit verbreitet. Die Wirtschaftssysteme ausserhalb der
städtischen Gebiete sind landwirtschaftlich und in einem kleineren Ausmass gibt
es Wanderbeweidung durch viele ethnische Gruppen.
Leider wurde und
wird die echte Zwergziege in vielen Ländern mit grossen Ziegen gekreuzt, so dass
vielerorts nur noch Verzwergungen und Mischlinge anzutreffen sind, was teilweise
dem Ansehen der wirklichen Zwergziege schadet.
Die Westafrikanische Zwergziege ist auch bekannt unter den folgenden Namen:
Djallonke, West Afrikanischer
Zwerg, Afrikanischer Zwerg, Ziege von Fouta Djallon, Guineaner, Guinea Zwerg,
Kamerun Zwerg, Ghana Zwerg, Ghana Wald, Wald Zwerg, Nigeria Zwerg, Steppen
Zwerg, Kongo Zwerg, Zwergziege, Ziege von Casamance, Hausa, Kosi, Mossi,
Kamerun, Kirdi, Kirdimi, Mayo-Kebbi (in Chad).
Aussehen:
Die Westafrikanische Zwergziege hat einen
starken Kopf mit ausbauchender Stirn, das Profil ist gerade oder wenig konkav.
Sie hat meist einen schmalen Mund, wobei der Unterkiefer etwas länger als der
Oberkiefer sein kann. Die Hörner sind bei weiblichen Tieren aufwärts/rückwärts
gerichtet, bei Böcken auswärts/rückwärts. Die Ohren sind relativ kurz und werden
stehend getragen, Halsglöckchen sind gelegentlich bei beiden Geschlechtern
vorhanden. Böcke tragen einen Bart und eine schwache Mähne, weibliche Tiere
tragen nur gelegentlich einen Bart. Der Brustumfang ist im Verhältnis zum
Widerrist viel grösser, die Rückenlinie ist gerade und lang, die Kruppe ist gut
entwickelt. Das Euter ist klein aber relativ gut entwickelt, 2 und 4 Zitzen
kommen vor. Die Farbe ist entsprechend der Region sehr variabel, dunkelbraun mit
schwarz ist am meisten vertreten, aber schwarz-, weiss-, braun-gescheckt sowie
Mischfarben treten auch oft auf. Das Deckhaar ist kurz und normalerweise steif,
selten wellenförmiges langes Haar.
Eigenschaften:
Diese Rasse ist
robust und kann auch in kälteren Regionen ohne Probleme gehalten werden. Sie ist
langlebig und hat eine hohe Fruchtbarkeit. Die Brunst ist asaisonal und kann
unter Umständen schon sehr früh eintreten, meist aber zwischen 7 - 9 Monaten.
Drei Geburten in 2 Jahren sind möglich. Die Westafrikanische Zwergziege bekommt
im Durchschnitt ein bis zwei Lämmer pro Geburt, aber auch Drillinge und
Vierlinge sind nicht ausgeschlossen. Böcke werden mit 6 - 10 Monaten
geschlechtsreif aber auch eine frühere Geschlechtsreife ist möglich.
In Afrika wird die
Westafrikanische Zwergziege als Fleischziege gehalten, wobei das Fleisch mit der
Haut gegessen wird. Der Fleischertrag ist eher klein. Der Milchertrag ist so
gering (ca. 2 - 4 dl. pro Tag in der Säugezeit), dass die Zwergziege nicht zum
Melken geeignet ist.
Maße und Gewichte:
Die weibliche
Zwergziege wiegt ca. 18 - 22 kg, die Böcke ca. 20 - 25 kg. Die Widerristhöhe
liegt bei beiden Geschlechtern bei ca. 30 - 50 cm. |