Da der Ortenau-Stammtisch - nicht zuletzt dank unserer Homepage
- auch im Ausland schon Beachtung gefunden hat, konnten wir nun auch bei einem Notfall in
Italien helfen.
Ziegenfreunde aus dem Aosta-Tal
in Italien wendeten sich hilfesuchend im Internet an ihre deutschen Freunde.
Das Problem war recht einfach, aber sehr eilig: Die Ziegenfarm in Italien war
bereits verkauft und musste zum 1. September geräumt werden.
Von den einst 200 Tieren sollten jedoch 17 Ziegen, die nicht den hohen
Ansprüche der kommerziellen Ziegenhaltung entsprachen, getötet
werden.
Die deutschstämmige
Besitzerin Elisabeth suchte daraufhin seit längerer Zeit eine Bleibe in der Nähe
ihrer Heimat bei Memmingen, doch dort war für sie und ihre Ziegen einfach nichts
zu finden. So wendete sie sich schliesslich an den Ziegen-Treff.
Der Initiator des
Ziegen-Treff's,
Roger Thal aus Urloffen, traf sich kurzerhand mit den italienischen Tierfreunden
und suchte in Oppenau nach einer "tier- und menschgerechten" Unterkunft.
Dabei machten sich die guten Verbindungen in das Lierbach-Tal, in dem der
Ziegen-Treff auch die Ziegen-Alp mit ins Leben gerufen hat, bezahlt und
so konnte mit der Hilfe von Ortsvorsteher Erich Schweiger gleich ein Ortstermin
vereinbart werden. Das Ergebnis war die Vermittlung eines leerstehenden
Hofes, der nun dank Elisabeth und ihren Ziegen wieder zu neuem Leben
erweckt wurde.
Der Transport der Tiere war allerdings
eine etwas heiklere Sache. Da die Fahrt von Italien durch die Schweiz mit
einem längeren "Papierkrieg" verbunden gewesen wäre, kamen die
Ziegen von Italien über Innsbruck via München und Stuttgart schliesslich
und endlich im Lierbach-Tal an.
So fand eine lange Suche und Reise
der Ziegen letztendlich doch noch ein gutes Ende. Wir alle heissen Elisabeth
hier in ihrer neuen Heimat herzlich willkommen und würden uns freuen,
sie in Zukunft bei unseren monatlichen Stammtischen in Appenweier-Urloffen
begrüssen zu dürfen.