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Ziegen-Treff  Archiv  2001  Odyssee Italien - Oppenau


Da der Ortenau-Stammtisch - nicht zuletzt dank unserer Homepage - auch im Ausland schon Beachtung gefunden hat, konnten wir nun auch bei einem Notfall in Italien helfen.

Ziegenfreunde aus dem Aosta-Tal in Italien wendeten sich hilfesuchend im Internet an ihre deutschen Freunde. Das Problem war recht einfach, aber sehr eilig: Die Ziegenfarm in Italien war bereits verkauft und musste zum 1. September geräumt werden. Von den einst 200 Tieren sollten jedoch 17 Ziegen, die nicht den hohen Ansprüche der kommerziellen Ziegenhaltung entsprachen, getötet werden.

Die deutschstämmige Besitzerin Elisabeth suchte daraufhin seit längerer Zeit eine Bleibe in der Nähe ihrer Heimat bei Memmingen, doch dort war für sie und ihre Ziegen einfach nichts zu finden. So wendete sie sich schliesslich an den Ziegen-Treff.

Der Initiator des Ziegen-Treff's, Roger Thal aus Urloffen, traf sich kurzerhand mit den italienischen Tierfreunden und suchte in Oppenau nach einer "tier- und menschgerechten" Unterkunft. Dabei machten sich die guten Verbindungen in das Lierbach-Tal, in dem der Ziegen-Treff auch die Ziegen-Alp mit ins Leben gerufen hat, bezahlt und so konnte mit der Hilfe von Ortsvorsteher Erich Schweiger gleich ein Ortstermin vereinbart werden. Das Ergebnis war die Vermittlung eines leerstehenden Hofes, der nun dank Elisabeth und ihren Ziegen wieder zu neuem  Leben erweckt wurde.

Der Transport der Tiere war allerdings eine etwas heiklere Sache. Da die Fahrt von Italien durch die Schweiz mit einem längeren "Papierkrieg" verbunden gewesen wäre, kamen die Ziegen von Italien über Innsbruck via München und Stuttgart schliesslich und endlich im Lierbach-Tal an.

So fand eine lange Suche und Reise der Ziegen letztendlich doch noch ein gutes Ende. Wir alle heissen Elisabeth hier in ihrer neuen Heimat herzlich willkommen und würden uns freuen, sie in Zukunft bei unseren monatlichen Stammtischen in Appenweier-Urloffen begrüssen zu dürfen.
 
 

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Buch-Tipp

Schafe und Ziegen natürlich heilen von Wolfgang Becvar