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Am dritten Samstag im Dezember
2004 sind wir gegen Mittag alle in Gochsheim bei Julienne im Hof eingetrudelt.
Zuerst wurden die Kostüme zurechtgerückt, die Instrumente aufgewärmt,
die Texte noch geübt und die Stimmen geölt.
So der erste
Durchlauf des Krippenspiels konnte starten. Zuerst ging es etwas chaotisch
zu weil niemand so recht wusste wo sein Platz ist. Aber nach kurzer
Diskussion aller Mitwirkenden, inklusive Esel - was zu lautstarkem Gelächter
führte - war das auch geregelt. Der zweite Durchlauf klappte schon
wesentlich besser, nur die kleine Ziege hatte keine Lust mehr, entriss sich
ihrem Hirten und sprang vergnügt durch den Stall, was wiederum zur
Erheiterung aller zweibeinigen Darsteller führte. Nach einer kurzen
Verschnaufpause kamen auch schon die ersten Zuschauer und nachdem sich alle
begrüßt und beschnuppert hatten, ging das Licht im Stall aus...
Singend kamen die Darsteller in
den Stall. Der Ortsvorsteher verkündete, alle Bürger müssen
nach Bethlehm zur Volkszählung. Also machten sich Maria und Josef
mit Sack und Pack auf den Weg. In Bethlehem angekommen gingen sie zu einer
Gaststätte, in der sie um ein Zimmer baten, doch der Wirt hatte kein
Zimmer mehr frei und schickte die beiden weiter. Also gingen Maria und
Josef zum nächsten Wirt, auch dieser hatte kein Zimmer mehr frei und
schickte sie erbarmungslos weiter. Aber sie gaben nicht auf und gingen
zum nächsten Wirtshaus, doch auch er hatte kein Zimmer mehr frei.
Aber er bat ihnen den Stall zur Nächtigung an. Es blieb ihnen keine
andere Wahl und sie nahmen das Angebot an. In der Nacht ist im kalten Stall
das Kindlein geboren. Ganz verzweifelt fragte Josef den Wirt am Morgen,
ob inzwischen ein Zimmer frei wäre, denn ein Kindlein ist in der Nacht
geboren und es ist bitterkalt im Stall. Doch der Wirt hatte keine gute
Nachricht, es war noch immer kein Zimmer frei. Aus lauter Verzweiflung
legten sie das Kind in die Futterkrippe zwischen die Tiere, damit es ein
wenig warm hatte. Inzwischen machten sich die Hirten auf, das Jesuskind
zu suchen und sie fanden es im Stall in der Futterkrippe zwischen den Tieren...
Unter tosendem Applaus gingen die
Darsteller vom Schauplatz. Für die Kinder kam aber jetzt erst das
Highlight, der Weihnachtsmann und dieser kam sogar auf einem Pferd dahergeritten.
Die schon etwas größeren Knirpse trugen ein Gedicht vor und
anschließend durften sich alle vom Weihnachtsmann eine Geschenk abholen,
wobei manchen der Angstschweiß auf der Stirn stand. Anschließend
liefen wir zusammen mit unseren Laternen zum nahegelegenen Züchterheim,
wo wir bei gemütlicher Runde zusammensaßen. Einer der kleinen Hirten
war so geschafft das er noch vor dem Essen am Tisch einschlief und sich auch
nicht mehr wecken liess.
Alles in allem war es eine gelungene
Weihnachtsfeier und ein wunderschöner Abend. Und hiermit möchten
wir nochmals im Namen des Karlsruher Stammtisches der Familie Lepp mit
Tieren, die den Stall zur Verfügung stellten und das Drehbuch schrieben,
und auch Andreas' Sohnemann, der das Jesuskind hervorragend spielte, danken. |





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