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16. und 17. Oktober:
Wir (Nicole & Bernd Blendek / im Forum Buren-IZ)
sind am Montag, den 16.10.2006, um 4.30 Uhr in Itzehoe losgefahren. Bis Hannover
lief es verkehrsmässig glatt, aber dann ging es los: Baustellen, 100 km
Umleitungen quer durch Thüringen. Da kennen wir jetzt jedes Dorf. Statt
geplanter 5,25 Stunden brauchten wir bis zu Martin (im Forum: Winnie23) 7,5
Stunden, deshalb konnten wir uns bei ihm auch leider nicht so lange aufhalten,
wie wir eigentlich geplant hatten, denn Katja wartete schon auf uns. Bei Martin
haben wir uns seine schöne Ziegenherde angesehen und sind dann noch zu seinen
Dorperschafen gegangen. Es war für uns das erste Mal, dass wir diese Schafrasse
gesehen haben. Ich habe auch noch immer ein Bild von seinem Bock "Grilly" im
Kopf, als er über einen Berg auf uns zu kam. Es sah sehr beeindruckend aus! Aber
nur mit Eindrücken wollte Martin uns nicht gehen lassen und so wurden wir noch
zu Kaffee, Kuchen und zu lecker Ziegenwurst eingeladen.
Schade, dass der Aufenthalt bei Martin diesmal so kurz war. Schönen Dank, dass
wir Dich wieder besuchen durften. Foto's zu machen haben wir leider vergessen.
So
jetzt aber ab zu Katja (im Forum: Annabella)! Wird langsam Zeit - ist ja noch
ein ganz schönes Stück zu fahren. In Katja's Dorf kamen wir in stockdunkler
Nacht an. Plötzlich hörte die Straße auf und von Katja's Hof weit und breit
keine Spur. Was nun? Also Katja angerufen und sie hat uns dann per Handy zu sich
gelost. Sie konnte uns schon sehen, obwohl wir immer noch bergauf und bergab
gefahren sind. Für uns als "norddeutsche Flachländer" war das unvorstellbar.
Gegen 20 Uhr standen wir endlich vor ihrem Hof. Angekommen!!!
Nach einer kurzen aber sehr herzlichen Begrüssung wurden wir an einen reich
gedeckten Tisch gebeten, aber erst mussten noch die Hunde begrüsst werden. Das
Abendbrot war super lecker! Bernd bekam sogar Malzbier und selbst gemachten
Ziegenkäse. Nachdem wir alle satt waren, haben wir bis morgens um 3.30 Uhr schön
geklönt. Nun aber ab zu Bett denn morgen klingelt um 7.30 Uhr wieder der Wecker,
denn bis zu Jürgen ist es weit. Am nächsten Morgen haben wir erst schön
gefrühstückt und haben dann eine "Vierseitenhof"-Besichtigung gemacht. Pferde
und Ziegen gab es reichlich zu sehen und die Hunde waren immer dabei. Danach
sind wir noch einmal über die Weide gegangen. So - jetzt ist es schon fast 11
Uhr und wir müssen uns verabschieden, denn wenn wir jetzt nicht loskommen, dann
werden wir Jürgen nicht mehr antreffen, denn er ist ein viel beschäftigter Mann
und hat am Abend noch einen Termin. Es hat uns super gut bei Euch gefallen und
nochmal vielen Dank für Kost und Logie.
Nach einer "süddeutschen Tagestour
" sind wir bei Jürgen (im Forum: Jürgen) angekommen. Nach einer herzlichen
Begrüssung hat Jürgen uns seinen Hof und einige seiner Ziegen vorgestellt. Er
hat von seiner Arbeit mit den Ziegen ausführlich berichtet und uns dann seine
neue Käserei gezeigt, die kurz vor der Fertigstellung steht. Wir finden, sie ist
ihm sehr gut gelungen und wünschen ihm viel Erfolg damit. Aber wir waren spät
dran, Jürgen hatte keine Zeit mehr (müssen halt beim nächsten Mal besser
planen). Jetzt brauchten noch ein Nachtquartier, das wir dann bei Freiburg
gefunden haben.
18. und 19. Oktober:
Nachdem
wir ausgiebig gefrühstückt hatten, haben wir uns auf den Weg nach Frankreich zu
Anouschka (im Forum: Ziegenfreundin) gemacht. In Strassburg haben wir die Grenze
passiert - ach ja: "winke, winke Sven und Yvonne - bis heute Abend". Wir sind
dann gegen 11 Uhr bei Anouschka angekommen und wurden gleich mit den
Landesgepflogenheiten bekannt gemacht, denn in Frankreich küsst man sich auf
beide Wangen. Anouschka holte flott ihre Kinder von der Schule ab und wir wurden
solange von ihrem Mann Kalle betreut. Er hat uns den Neubau für die Ziegen
gezeigt. Super Stall!!
Anuoschka war wie der Wind wieder da, sie drückte uns einen Pott Kaffee in die
Hand und hat uns ausführlich von ihren Ziegen berichtet. Denn Anouschka hat
"Zirkus-Ziegen"! Sie klettern Leitern hoch, um ins Baumhaus der Kinder zu
kommen! Sie turnen auf 20 cm breiten Stegen in 2 m Höhe, um die runtergefallenen
Blätter zu fressen! Danach wurde uns das Haus gezeigt. Dann klingelte es an der
Haustür und Claudia (im Forum: Elise) stand vor der Tür. Super Überraschung!!!
Es wurde geschnattert auf Deubel komm raus. Wir wurden mit einem leckeren
Mittagessen verwöhnt und zum Nachtisch gab es Claudia's selbst gemachten
Ziegenkäse. Der hat uns wunderbar geschmeckt. Wir hätten noch stundenlang weiter
klönen können aber wir mussten ja weiter - Sven und Yvonne warteten schon auf
uns. Es war sehr schön bei Euch, danke.
Den
Weg nach Strassburg kennen wir ja schon, also Augen zu und los. Wir kamen auch
relativ pünktlich bei Sven und Yvonne an. Nach einer herzlichen Begrüssung haben
wir uns erst mal die Beine vertreten und uns die Ziegenherde angesehen. Oh, was
waren wir überrascht! So viele Zwergis und ein wunderhübscher Bocki, der vor
Kraft kaum laufen konnte. Sven 's Ziegen haben sogar eine eigene Höhle. Das
dürfen wir unseren Ziegen nicht erzählen, sie würden nur neidisch werden. Zum
Abendbrot wurden wir mit lecker selbst gemachtem Flammenkuchen und Federweißer
verwöhnt. Das Rezept musste ich natürlich sofort haben. Wir haben noch lange
geklönt. Auf dem von Sven und Yvonne hergerichteten Nachtlager haben wir super
geschlafen, nur leider hatten die "Blutsauger" es auf uns abgesehen. Nach einem
ausgiebigen Frühstück durften die Beiden zur Arbeit und wir mussten weiter, denn
Max wartete schon.
Der Max (im Forum: Max) wohnt in einem wunderschönen alten Dorf mit einem großen
alten Mönchskloster. Ach ja und bergig ist es da!!! Max empfing uns an seiner
Ziegenweide und wir konnten uns gleich von seinem handwerklichem Geschick
überzeugen. Er hat sich tolle Ställe und Futterraufen gebaut. Er hat noch tolle
Ideen für seine Ziegenhaltung und wir wünschen ihm, dass er sie alle umsetzen
kann. Wir haben uns noch lange mit ihm unterhalten, doch auch diesmal verging
die Zeit wie im Fluge. Wir freuen uns, Dich kennengelernt zu haben. So und
weiter geht's, denn Axel wartet schon.
Bei
Axel trudelten wir zur Kaffeezeit ein. Nachdem er und Beate uns begrüßt hatten,
gab es einen superleckeren Apfelkuchen. Die Ziegen konnten wir schon vom
Kaffeetisch aus beobachten, denn ihr Gehege war nur wenige Meter entfernt.
Nachdem Kaffeetrinken haben wir uns dann das Gehege, den Spielplatz und die
Zwergis angesehen. Wir haben uns noch lange vor dem Ziegenstall über den
Blödsinn, den die "Kleinen" anstellen können, amüsiert. Das Fachsimpeln durfte
natürlich auch nicht zu kurz kommen. Eine Stunde vorm Dunkelwerden haben wir uns
dann verabschiedet, da wir noch im Hellen ein Stück fahren wollten, bevor wir
uns ein Nachtquartier suchen. In Reinbach haben wir ein kleines Hotel gefunden.
Wir freuten uns schon auf den nächsten Tag, er beginnt mit "Frühstück bei Nora".
Auch bei Euch möchten wir uns nochmal bedanken, Ihr seid super!
20. und 21. Oktober:
Nachdem wir ausgeschlafen hatten, machten wir uns auf den Weg zu Nora (im
Forum: Nora) wo uns ein leckeres Frühstück erwartete. Wir kamen pünktlich bei
ihr an - glauben wir zumindest! Aber so herzlich, wie wir begrüsst wurden,
musste es wohl so gewesen sein. Nach einem ausgiebigen Frühstück zeigte Nora uns
ihren Hof und die Stallungen der Ziegen. Dann fuhr sie mit uns zu ihren Ziegen
auf die Weide. Boah, was für ein Zaun!! Da können wir uns noch eine Scheibe von
abschneiden. Toll!! Bei einem Spaziergang über die Weide erzählte Sie uns viele
interessante und lustige Geschichten von ihren Ziegen. Als wir wieder auf dem
Hof ankamen, mussten wir feststellen, dass es leider schon wieder Zeit zum
Abschiednehmen war. Denn Brigitte vom Holzweilerhof wartete schon auf uns und
der Weg zu ihr war noch weit. Danke für das köstliche Frühstück und die schöne
Zeit bei Dir.
Den Hof von Brigitte (im Forum: Brigitte) haben wir nicht auf Anhieb gefunden.
Dafür konnten wir uns die sehr schöne Umgebung rund um ihren Hof ansehen.
Irgendwann haben wir ihn dann doch gefunden. Brigitte hatte mit der Stallarbeit
schon begonnen, denn sie hat ja ein festes Programm für ihre Feriengäste. Sie
begrüßte uns herzlich und zeigte uns ihren Stall und die Ziegen. Sie hatte auch
schon Lämmer, bei denen ich (Nicole) nicht widerstehen konnte - eines musste auf
meinen Arm, denn wir müssen ja noch sooo lange warten, bis wir wieder Lämmer
haben. Brigitte musste sich dann wieder um ihre Feriengäste kümmern und wir
mussten ja auch noch unsere Pension aufsuchen. Wir verabredeten uns zum Essen
bei uns in der Gaststube. Das Essen wurde uns fast kalt, weil es so viel zu
schnacken gab. Wir plauderten noch einige Stunden und die Zeit verging wie im
Fluge und es war Zeit für's Bettchen. Brigitte, es war ein sehr schöner und
unterhaltsamer Abend mit Dir. Vielen Dank, dass wir Dich besuchen durften. So nu
aber schnell zu Bett denn Sabine wartet schon.
Nach
dem Frühstück brachen wir zu Sabine (im Forum: Sahnestar) auf. Oh Mann, es hat
die ganze Fahrt geregnet, aber als wir bei Sabine ankamen, war es trocken - zwar
bewölkt, aber trocken. Ihr Haus haben wir nicht auf Anhieb gefunden, doch zum
Glück konnte man uns auf einem Bauernhof sofort sagen, wo sie wohnt. Wir haben
nur Zie... gesagt und schon wussten die Leute wo wir hin wollten. Nach der
Begrüssung schlug Sabine uns vor, ob wir nicht erst eine kleine Tour mit ihr und
den Ziegen machen wollten. Also die Packtaschen ins Auto und los ging's. Bei den
Ziegen angekommen (boah waren die riesig) wurden sie mit Packtaschen und
Halftern versehen und dann konnten wir losmarschieren. Wir wurden von vier
Ziegen begleitet und waren total begeistert, wie schön sie mitlaufen - ohne
geführt zu werden. Unsere "Dicken" würden wahrscheinlich schon nach nicht mal 50
m stehen bleiben und sich den Pansen vollhauen und wir könnten alleine gehen und
sie später wieder abholen. Während des Spaziergangs erzählte Sabine uns viel
über die Ausbildung von Packziegen. Ach ja, zwischendurch hatte ich (Nicole)
immer mal wieder einen kleinen Disput mit ihrem WDE- Bock (er ist noch Azubi).
Er hatte sich wohl schwer in mich verguckt. Ich aber nicht in ihn. Auf dem
Spaziergang haben wir sehr viel Interessantes gelernt und es hat uns einen
Heidenspaß gemacht. Die Zeit verging wie nichts. Sabine hat uns noch auf einen
Kaffee eingeladen und sie zeigte uns einen sehr interessanten Film über
Packziegen in den USA. Bernd konnte seinen Kaffee nicht trinken, weil sich alle
vier Hunde um ihn gekümmert haben. Denn alle Hunde lieben Bernd und er mag es
eigentlich nicht so, aber das ist immer so. Ein Blick auf die Uhr sagte uns,
dass wir uns schon wieder auf die Socken machen mussten. Denn H-W aus G wartet
schon. Sabine, schönen Dank für alles. Es war sehr schön bei Dir. Danke auch für
den "Virus", den du Bernd mitgegeben hast. Du weisst schon ...
Auf
zu Hans-Willi (im Forum: Hans-Willi). Die Strecke ist mal kurz, dachten wir auf
jeden Fall. Aber dank einer Umleitung wurde auch diese Strecke etwas länger als
geplant. Als wir dann seine "Ranch" gefunden hatten, kam Hans-Willi auch gleich
auf uns zu gesaust. Es ging auch gleich los mit Ziegen gucken, er hat sie auf
mehreren Koppeln verteilt. Es wurde viel über Zaun und Stallbau gesprochen.
Danach zeigte er uns noch seine anderen Tiere (Kaninchen, Hühner, Meerschweine
und eine Schäferhündin) und seine neu umgebauten Ställe. Er hat super Ideen, da
war einiges zum Abgucken dabei. Wir wurden dann mit selbstgemachter Ziegenwurst
bewirtet (sehr lecker). Es wurde noch lange über dies und das geschnackt. Dabei
ist es ganz schön spät geworden. Wir mussten uns ja noch ein Nachtquartier
suchen und Willi musste auch noch seine Koffer packen, da er am nächsten Morgen
in den Urlaub fliegen wollte. Vielen Dank für Speis und Trank und die schöne
Zeit bei Euch.
Wir fuhren los in Richtung Kassel und dann sah Bernd auf einem Schild "Hamburg".
Ein Blick genügte und ich wusste: Ich werde heute Nacht nach 3.528 km on Tour
quer durch Deutschland wieder zu Hause schlafen!
24. Oktober:
Jetzt haben wir noch die nördlichsten Ziegen-Treffler Deutschlands und ihren "unschlachtbaren"
Zoo besucht. Wir hatten bei Liane und Dieter (in Forum NFDieter) einen sehr
schönen schnöterigen Nachmittag und haben uns auf der Fenne bei der Fütterung
sehr amüsiert. Schweini sauste durch die Gegend den Äpfeln hinterher - kaum zu
glauben wie schnell sie ist. Die plietschen Schafe können von Äpfeln abbeissen,
die man in der Hand hält - ganz vorsichtig. Die Zwergis halten Mensch und Tier
auf Trab, sie haben alle gut im Griff. Die Enten nutzen ausgiebig ihren Pool.
Bei Kaffee und Kuchen haben wir noch lange gefachsimpelt . Es war ein
wunderschöner Nachmittag in Emmelsbüll.

Damit ist unsere erste Ziegen-Treffler-Tour
nach nun alles in allem 3.821 km abgeschlossen.
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